Klavierakkorde

Klavierakkorde – Analyse beliebter Akkordfolgen inkl. Tutorial-Video

Mit diesen Akkorden schreibt man einen Hit

Vor Kurzem bin ich auf die Webseite namens HookTheory.com gestoßen, wo innovative Tools erstellt wurden, um Songs und Akkordfolgen zu analysieren. Was dort tatsächlich meine Aufmerksamkeit erregt hat, ist deren Analyse von mehr als 1.300 Hits und deren Klavierakkorde. Noch dazu wurden die daraus entstandenen Erkenntnisse in ein sehr intuitives und visuelles Format gebracht, das jeder verstehen und nachvollziehen kann.

Das Erste, das man verstehen sollte ist, dass obwohl diese 1.300 Songs in verschiedenen Tonarten geschrieben und veröffentlicht wurden, (Man kann jeden Song in 12 verschiedenen Tonarten spielen, so dass er unterschiedlich hoch klingt. Den Grund, wieso es diese unterschiedlichen Tonarten gibt, erfährst du in dem Artikel „Wofür sind Tonarten gut?“.) wurde in diesem Fall jeder einzelne Song zu Vergleichszwecken in dieselbe Tonart transponiert (höher oder tiefer gesetzt).

Zum Verständnis: das Nummernsystem

Um das zu machen, gibt es eine ganz tolle Sache: das Nummernsystem. Ob die Klangfolge eine „C-Dur-A-Moll-D-Moll-G7“ oder eine „Bb-Dur–G-Moll–C-Moll–F7“ ist, spielt keine Rolle, wenn man diese aus der nummerischen Perspektive betrachtet. Dann nennen wir beide Akkordfolgen einfach: 1-6-2-5 Folge. Ich merke mir Akkordfolgen z.B. immer im Nummersystem. So kann ich jede Akkordfolge sofort in jeder beliebigen Tonart spielen. Das was C-Dur für seine Tonart ist, ist B-Dur auch für seine eigene: die „1″. Das Gleiche gilt auch für den Rest der Akkorde. Z.B.:

C-Dur => 1

A-Moll => 6

D-Moll => 2

G7 => 5

Die „1“ heißt nichts anderes als dass der erste Ton bzw. Akkord der Tonart gemeint ist. In C-Dur also „C“, in D-Dur „D“, in E-Dur das  „E“, usw…

Vorraussetzung ist also, dass du die Töne einer Tonleiter gut kennst. Du solltest also nicht nur den ersten Ton einer Tonart kennen, sondern alle 7. Wenn du jetzt sagst, dass das kein Problem ist, dann sag doch mal diese 7 Töne der Fis-Dur-Tonleiter auf… Gar nicht mal so einfach, oder? In meinen Artikeln „Die Dur-Tonleiter“ und „Die Moll-Tonleitern“ erkläre ich dir alles. Das lege ich dir sehr ans Herz, wenn du mehr zum Thema Klavierakkorde lernen möchtest. Das ist auch auch nicht sooooo schwer.

Die Analyse (Achtung: Theorie, die Praxis kommt weiter unten)

Ok, zurück zu Hooktheory.com

Sie haben also einfach alles in dieselbe Tonart gebracht. Erwarte bitte nicht, dass die Akkorde mit den Original-Aufnahmen auf’s Genaueste übereinstimmen, denn wie bereits oben erwähnt, wurden all diese in unterschiedlichen Tonarten veröffentlicht. (Indem Du aber die Transposition verwendest, kannst Du Akkorde und Tonfolgen von einer Tonart zur anderen verschieben).

In der Grafik von Hooktheory kannst du in der Analyse der 1.300 Songs sehen, war G-Dur mit 29% der zweitbeliebteste Akkord, was klar ist, wenn man bedenkt, dass jeder Popsong von C-Dur zu G-Dur zu A-Moll und zu F-Moll geht.

F-Dur war mit 20% der nächste beliebteste Akkord, der von C abgeleitet wird. Natürlich wissen wir, dass das stimmt, da F auf dem Quintenzirkel der andere Nachbar von C ist. In der Tat, wenn Du einen Blick auf irgendeinem Quintenzirkel-Diagramm wirfst, wirst Du C auf zwölf Uhr sehen, F auf elf Uhr und G auf der anderen Seite, auf ein Uhr. Wann immer auf dem Quintenzirkel-Diagramm Tonarten Nachbarn sind, haben diese starke Verbindungen zueinander.

A-Moll, der relativ kleinere C, mit 9% – ist eine andere beliebte Bewegung. G-Dur mit B am Bass (welcher fast wie eine Umkehrung des G-Dur-Akkordes ist, der zuvor auf 29% gekommen ist) gibt uns weitere 9%. Also, wenn Du darüber nachdenkst, tritt der G-Dur-Akkord fast zu 40% in dieser Zeit auf, in der Du diese beiden kombinierst.

Das Gute an deren Analyse-Tool ist, dass Du weitermachen kannst. Von G aus kannst Du sehen, was danach am ehesten geschehen kann. Daraufhin wird es tatsächlich Youtube-Clips von Songs geben, die diesen Mustern folgen … WIRKLICH  EINGÄNGIG! Ich möchte diesen Teil nicht verderben … überprüfe es selbst.

Wie kannst Du das auf jede Tonart beziehen?

Ganz einfach.

Ändere das C auf „1“ um. Mache G zu „5“. F zu „4“. Mache A zu „6“.

Also:

Von den 1.300 analysierten Popsongs, beginnen 29% mit der 1 und gehen zum 5-Dur-Akkord über. Wenn Du die anderen 9% kombinierst, die zu 7-Bass hinabgingen, aber einen 5-Akkord in der rechten Hand hielten, dann erhöht dies den 5-Akkord-Status auf 38%.

20% der Songs haben mit 1 begonnen und sind zum 4-Dur-Akkord übergegangen.

9% der Songs haben mit 1 begonnen und sind zum 6-Mall-Akkord übergegangen.

Und wir haben nur so begonnen, als ob dies einzig und allein die ersten zwei Klavierakkorde des Songs wären. Um die beliebtesten zweite-zu-dritte und dritte-zu-vierte Bewegungen zu lernen, musst Du weitermachen. Hier ist einer der beliebtesten:  1-5-6-4.

Zum Spaß: Schau dir hier Songs an, die die 1-5-6-4 Klanfolge verwenden:

 

Außerdem habe ich ein Piano-Tutorial aufgenommen, mit dem du die 1-5-6-4-Verbindung in der Tonart C-Dur lernen kannst – auch wenn du noch Anfänger bist:

 

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Thomas Forschbach
 

Über 1500 Live-Auftritte mit 2 bis 30.000 Zuschauern spielte Thomas Forschbach aus Köln bis heute. Zwei eigene Shows „Thomas Forschbach & Friends“ gab er vor insgesamt über 2.500 Zuschauer. Dort lies er sich kopfüber abseilen, um in dieser komfortabelen Situation Klavier zu spielen und zu singen. Er liebt es Menschen zu unterhalten, zu begeistern und Ihnen ein Lachen in Gesicht zu zaubern. Seit 2013 betreibt er das Portal "werdemusiker.de" um Klavierbegeisterten sein Wissen zu vermitteln und ihren Traum vom Klavier spielen zu erfüllen. Er spielt auf exklusivsten Privatpartys, großen Galaveranstaltungen, in den schönsten Hotels der Welt und traf Shakira, Placido Domingo, Franz Beckenbauer, sang mit Manuel Neuer und Manager Willi Weber im Duett und lässt Top-Manager und Richter des Bundesgerichtshofes nach der Tagung in der Hotelbar tanzen.

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